| Corporate Publishing (CP) |
|
Unter Corporate Publishing (CP), meist der Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens zugeordnet, versteht man das Erstellen von Unternehmenspublikationen, Mitarbeiter- sowie Kundenmedien. In jüngster Zeit zählen immer mehr auch TV- und Audiomedien zum Corporate Publishing, also Unternehmensfernsehen oder Podcasts, sofern sie journalistisch, also von Inhalten und nicht von Werbeaussagen geprägt sind. Auf eine eindeutige Definition des Begriffs hat sich die Medienwissenschaft noch nicht einigen können. "Corporate Publishing", so lautet eine Version der Deutschen Post, die sich stark mit dem Thema auseinandersetzt, "ist die dialogorientierte Kommunikation zwischen einem Unternehmen und der Öffentlichkeit." Es fehlt hier allerdings der Begriff des Journalistischen: Corporate Publishing ist journalistisch. Es transportiert Inhalte und unterscheidet sich darin im Wesentlichen von der Werbung. Besonders Unternehmensmagazine befinden sich im Kampf um die Aufmerksamkeit des Lesers in direkter Konkurrenz zu am Kiosk erhältlichen Zeitschriften, weswegen Unternehmen zunehmend qualitativ hochwertige Medien einsetzen. Den Kunden wird meist eine breite Palette an journalistisch aufbereiteten Themen geboten, die oft über branchenspezifische Informationen hinausgehen. Corporate Publishing wird eine hohe Bedeutung bei der Pflege von Image und Marke zugesprochen. Unternehmensmedien sind bei fast allen großen Unternehmen, aber auch zunehmend im Mittelstand ein wichtiges Teilelement im Rahmen einer integrierten Kommunikation, auch zur internen Markenführung. Der Erfolg von CP-Produkten hängt hierbei von deren Professionalität ab: Ein gutes Unternehmensmedium bietet neben spannenden Inhalten auch eine ansprechende Gestaltung sowie die glaubwürdige Vermittlung von Informationen. Die noch junge Corporate Publishing-Branche erzielt alleine in Deutschland einen Jahresumsatz von cirka fünf Milliarden Euro, teilt der Branchenverband Forum Corporate Publishing (FCP, Link siehe unten) mit. Die Branche wachse im Gegensatz zu anderen Marketingformen seit vielen Jahren "kontinuierlich im zweistelligen Bereich". Allein die FCP-Mitglieder markierten in der jüngsten Verbandsumfrage (2007) für die vergangenen drei Jahre ein durchschnittliches Wachstum von 18 Prozent. |